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Wappen der Ortgemeinde Zemmer

Der Ortsgemeinderat der Ortsgemeinde Zemmer hat am 20. Januar 1992 das Gemeindewappen von Zemmer mit folgender Beschreibung beschlossen:
„Schildhaupt gespalten und durch Zinnenschnitt, vorn silber-rot, hinten rot-silber, geteilt; darunter silber-rot gespalten; vorn zwei grüne Eichenblätter mit zwei roten Eicheln; hinten ein silberner Schleifstein.“
Der Wappenkopf soll ein Mauersymbol darstellen, es ist von der römischen Langmauer hergeleitet. Diese Mauer zog sich östlich am Ortsteil Zemmer vorbei und zwischen den Ortsteilen Rodt und Schleidweiler in Richtung Deimlinger Mühle - Ortsteil Daufenbach - hin. Am anderen Ufer der Kyll wand sie sich südlich nach Aach hinunter. An dieses historische Bauwerk aus der zweiten Hälfte des vierten Jahrhunderts, von dem noch vereinzelte Reste vorhanden sind, erinnern heute Flurnamen in der Gemeinde.
Die linke Wappenhälfte mit den grünen Eichenblättern und den roten Eicheln leitet sich aus dem die Landschaft um die Ortsgemeinde prägenden Meulenwald her. Von den ursprünglichen Laubwäldern sind zwar nur noch Reste vorhanden, diese Wälder hatten aber über viele Jahrhunderte hinweg eine erhebliche Bedeutung für die Bevölkerung der Region. Zwei uralte Eichen im Ortsteil Rodt weisen als Naturdenkmäler auf den ehemaligen Zustand dieses Landstriches hin.
Die rechte Wappenhälfte mit dem silbernen Schleifstein erinnert an die wirtschaftliche Bedeutung der Steinindustrie in unseren Dörfer während des 19. und 20. Jahrhunderts. Sandstein und Holz waren in dieser Zeit sehr wichtige Erwerbsquellen der Menschen unserer Gegend und bildeten für viele die Lebensgrundlage neben der kärglichen Landwirtschaft.

Gemeindechronik Zemmer, Ortsteile Daufenbach, Rodt, Schleidweiler und Zemmer
Hrsg. von der Ortsgemeinde Zemmer 1992, Angelika Wilke.
Die Chronik spannt einen Bogen von den ersten Ansiedlungen in der Steinzeit über das Verschieben der Dörfer auf dem Schachbrett mittelalterlicher Grundherren und -herrinnen, über Gerichtsbarkeit, Gewerbe und Schulwesen bis hin zum Zweiten Weltkrieg und in die Gegenwart. Alte Anekdoten und viele Erinnerungen zeichnen ein lebendiges Bild vom Leben der Menschen auf der "Fidei".