Start | Sitemap | Kontakt | Impressum | Datenschutz | Haftungsausschluss

Ortsteil Schleidweiler

Informationen über den Ort Schleidweiler/Fidei

Schleidweiler gehört zu einer Handvoll Dörfer nordöstlich von Trier, auch „Fidei“ genannt.
360 m über NN, auf der Höhe über dem Kylltal gelegen und zur Ortsgemeinde Zemmer gehörend, kann Schleidweiler auf eine reiche Geschichte zurückblicken. „Scletonis villa“ (Villa des Scleto) war der Name, den die Römer Schleidweiler gegeben hatten. Er taucht erstmals in einer Urkunde von 816 n. Chr. auf. Dieses Schriftstück ist das älteste, uns bekannte Dokument, das diese Jahreszahl bestätigt.
Im Laufe der Jahrhunderte machte der Dorf-Name so manche Umwandlung mit: Schon für 893 lässt sich „scelttevillere“ belegen. 953 wurde die Siedlung im Güterverzeichnis der Abtei Prüm wieder in „scletonis villa“ umbenannt. Am 17. März 1974 fand die Eingemeindung der bis dahin selbstständigen Gemeinde Schleidweiler-Rodt in die Ortsgemeinde Zemmer statt. Vom 26. Juni bis 27. Juni 1993 feierte Schleidweiler sein 11-hundertjähriges Bestehen. Hier konnte das Dorf seine Geschichte in einem historischen Festumzug präsentieren.

Mit Stand vom 31.01.2016 verzeichnete Schleidweiler 632 Bürgerinnen und Bürger.
Der Nachwuchs in der Ortsgemeinde Zemmer besucht die Katholische Kindertagesstätte St. Martin in Schleidweiler.

Nebenan in der Nikolaus-Schneider-Straße befindet sich das 1914 erbaute ehemalige Schulhaus, welches 1993 durch einen großen Umbau zum Jugend- und Bürgerhaus mit Jugendraum und großem Festsaal seine Umgestaltung fand und bis heute von Jung und Alt für Veranstaltungen genutzt wird. Ebenfalls integriert war damals das Feuerwehrgerätehaus, das 2004 durch ein neues Feuerwehrhaus am Dorfrand Richtung Daufenbach abgelöst wurde.

In unmittelbarer Nähe zur KiTa befindet sich auch die ortsbildprägende Pfarrkirche St. Martin mit ummauertem Kirchhof und Kriegerdenkmal. Auch hier kann man die römische Vergangenheit erahnen. Am Kantenmauerwerk aus Sandsteinquadern erkennt man noch Hochreliefs aus römischer Zeit, die vermutlich von der römischen Villa Schleidweiler stammen. Gleich gegenüber in der Rodter Straße steht noch das 1751 erbaute Pfarrhaus.

Der St. Martin, eine Glasmalerei aus einem der Kirchenfenster der Pfarrkirche

Windungsreiche Gassen führen am historischen Kernbereich vorbei.
Entlang der Kapellenstraße, am Ortsausgang, begleiten den Besucher 14 historische Kreuzwegstationen. Auf dem Bergrücken angekommen, steht die 1894 erbaute neugotische Kreuzkapelle. Von hier aus reicht bei klarem Wetter der Blick weit über die „Fidei“ hinaus in den Meulenwald und das Bitburger Land.

Der Name des Gasthauses „Zum alten Steinmetz“ lässt wiederum erkennen, welcher Rohstoff-Abbau um Schleidweiler herum die Menschen in der Vergangenheit „ernährte“.
Prägend für Schleidweiler waren im 19. Jahrhundert die Steinbrüche. Steinbrecher brachen Schleif- und Bausteine aus den Felsen und Steinmetze bearbeiteten sie. An vielen Häusern, Kreuzen und Denkmälern ist der Rotsandstein noch heute eindrucksvoll zu erkennen und ist somit ein erhaltungswertes Gut der vergangenen Zeit.

Die Steinbrüche sind heute noch zu sehen und können auf einer unserer schönen Wanderstrecken (Mühlenbach-Höldbach-Grundsgraben-Tour, Wanderweg-Nr. 14, rund um und durch die Gemeinde Zemmer), bewundert werden.
Die 14. und vorletzte Etappe des Premiumwanderwegs Eifelsteig führt durch und an Schleidweiler vorbei ins Kylltal hinab. Am Wegesrand, in Höhe des Ortsausganges Richtung Daufenbach, befindet sich ein historisches Gewölbe aus Sandstein, der Weimersborn.
An diesem idyllischen Fleck entspringt eine Quelle. Sie zählt zu den ersten Wasserversorgungsstellen von Schleidweiler. Das Gewölbe wurde bis ins 20. Jahrhundert hinein als Waschhaus genutzt und im September 2015 zum Wassertretbecken umgewidmet.
Freunde von Nordic-Walking-Strecken finden den ausgeschilderten Weg in unserem Ort, ausgehend vom Nordic-Walking- Parcours „Fidei“ in Rodt.
Mehr zu unseren Wanderwegen finden Sie unter Tourismus.

Das heutige Dorfleben ist von vielfältigen Veranstaltungen der Ortsvereine geprägt. Die Bürgerinnen und Bürger aus den Vereinen laden mit viel Engagement von Januar bis Dezember ein. Von Karneval über Sport- und Pfingstfest (Reitertreffen und Tiersegnung), Theaterabende, Kelter- und Kesselfest bis zum Adventsbasar, ist alles vertreten.